Noch auf NAV oder Business Central On-Premises? Was Sie jetzt wissen sollten

Sie arbeiten noch mit Microsoft Navision – oder mit Business Central on-premises. Das System läuft, die Prozesse funktionieren, und die Kollegen kennen sich aus. Warum also wechseln?

Diese Frage hören wir oft. Und sie ist berechtigt. Ein ERP-Wechsel ist kein Projekt, das man zwischen zwei Quartalen erledigt. Er braucht Planung, die richtigen Partner und vor allem: ein klares Bild davon, was einen auf der anderen Seite erwartet.

Dieser Artikel gibt Ihnen genau das. Kein Verkaufsgespräch – sondern eine ehrliche Einschätzung, worauf es beim Upgrade wirklich ankommt.


Warum das Thema gerade jetzt relevant ist

Microsoft hat seinen Support-Fahrplan für ältere NAV-Versionen klar kommuniziert. Gleichzeitig entwickelt sich Business Central in der Cloud in einem Tempo weiter, das on-premises-Installationen schlicht nicht mitgehen können: zweimal jährlich neue Funktionen, tiefe Microsoft-365-Integration, Copilot-Funktionen, KI-gestützte Automatisierung.

Wer heute noch auf NAV 2016, 2018 oder einer frühen BC-Version läuft, merkt das in der Praxis – auch wenn es sich nicht immer sofort benennen lässt. Es sind die kleinen Reibungen: ein Bericht, der nur mit Excel-Umweg funktioniert. Eine Schnittstelle, die bei jedem Update Arbeit macht. Ein mobiler Zugriff, der nicht so wirklich klappt.

Das sind keine Kleinigkeiten. Das sind Zeichen.


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Was sich mit Business Central Cloud wirklich verändert

1. Immer aktuell – ohne Aufwand

Business Central in der Cloud wird von Microsoft automatisch aktualisiert. Zweimal pro Jahr kommen neue Hauptversionen, dazwischen laufende Verbesserungen. Sie müssen sich nicht mehr um Versionssprünge kümmern – und profitieren trotzdem von allem, was Microsoft entwickelt.

2. Arbeiten, wo Sie sind

Cloud bedeutet: Zugriff von überall, auf jedem Gerät. Ob im Büro, unterwegs oder im Homeoffice – Ihre Mitarbeiter haben immer denselben Stand. Für Unternehmen mit mehreren Standorten oder mobilem Außendienst ist das ein echter Unterschied im Alltag.

3. Microsoft Copilot – KI direkt im ERP

Copilot ist in Business Central Cloud bereits integriert. Er hilft beim Formulieren von Texten, beim Analysieren von Daten, beim Automatisieren von Routineaufgaben. Das ist keine Zukunftsmusik – das ist heute verfügbar. On-premises bleibt diese Entwicklung weitgehend außen vor.

4. Geringere Infrastrukturkosten

Keine eigenen Server, keine aufwändige IT-Wartung, keine teuren Einzelupgrades mehr. Die Kosten werden planbarer – Stichwort monatliches Subscription-Modell statt unregelmäßiger Investitionsspitzen.

5. Sicherheit auf Enterprise-Niveau

Microsoft betreibt Business Central Cloud in hochgesicherten Rechenzentren mit DSGVO-konformem Hosting in Europa. Backups, Verschlüsselung, Zugriffsmanagement – das alles ist inklusive.


Was viele unterschätzen: Der Weg dorthin

Der Wechsel von NAV oder BC on-prem auf Business Central Cloud ist kein einfaches „Update drücken”. Es braucht eine strukturierte Vorbereitung – und hier trennt sich ein guter ERP-Partner von einem durchschnittlichen.

Was Sie vorab klären sollten:

  • Welche Anpassungen haben Sie in Ihrem aktuellen System? Individuelle Erweiterungen (sogenannte Customizings) müssen analysiert und für BC neu bewertet werden. Manche Anforderungen lassen sich inzwischen mit BC-Standard lösen – andere brauchen weiterhin eine eigene Lösung.
  • Wie sieht Ihre Datenlage aus? Eine Migration ist eine gute Gelegenheit, Stammdaten zu bereinigen. Wer mit sauberen Daten startet, hat langfristig weniger Aufwand.
  • Welche Schnittstellen bestehen? Verbindungen zu Webshops, Produktionsmaschinen, Logistikdienstleistern oder anderen Systemen müssen neu bewertet und ggf. migriert werden.
  • Wie sieht Ihr Zeitplan aus? Ein Upgrade braucht einen realistischen Zeitrahmen – inklusive Testphasen, Schulungen und Puffer. Wer unter Druck migriert, macht Fehler.

Upgrade, Migration oder Neuimplementierung?

Eine Frage, die wir in der Praxis häufig klären: Ist es ein Upgrade (technischer Versionssprung), eine Migration (Wechsel auf eine neue Plattform mit Datentransfer) oder doch eine Neuimplementierung (sauberer Neustart mit BC)?

Die Antwort hängt vom Zustand Ihres Systems ab. Sehr stark individualisierte NAV-Systeme sind manchmal schwieriger zu migrieren als neu aufzusetzen. Systeme mit wenig Anpassungen lassen sich oft sauber überführen.

Es gibt keine allgemeingültige Antwort – aber die richtige Analyse am Anfang spart erheblich Zeit und Kosten am Ende.


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Was 25 Jahre ERP-Praxis uns gelehrt haben

INNONAV begleitet Unternehmen aus Fertigung und Großhandel seit der Zeit, als Microsoft Navision noch Navision Attain hieß. Wir haben NAV-Implementierungen aufgebaut, weiterentwickelt und jetzt auf Business Central migriert – dutzende Male.

Was uns dabei immer wieder auffällt: Der technische Teil ist selten das eigentliche Problem. Die Herausforderung ist der Change. Mitarbeiter, die ein System seit Jahren kennen. Prozesse, die sich über Jahre eingeschliffen haben. Führungskräfte, die das Risiko scheuen.

Genau deshalb legen wir bei jedem Projekt so viel Wert auf das Drumherum: Klare Kommunikation, realistische Erwartungen, Training und eine Begleitung, die nicht mit dem Go-live endet.


Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Ehrlich gesagt: Es gibt keinen perfekten Zeitpunkt. Aber es gibt einen richtigen Zeitpunkt – und der ist in der Regel früher als man denkt.

Je länger ein veraltetes System läuft, desto mehr Anpassungen sammeln sich an. Desto schwieriger wird die spätere Migration. Desto größer der Rückstand auf Unternehmen, die bereits von Cloud-Funktionen und KI-Integration profitieren.

Wenn Sie heute das Gefühl haben, dass Ihr System irgendwie passt – aber nicht wirklich begeistert – dann ist das ein guter Moment für ein erstes Gespräch.

Wir analysieren Ihre Situation und geben Ihnen eine ehrliche Einschätzung – ohne Verkaufsdruck.

ERP Tipps & Trends 22. Mai 2026

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Christian Fröwis

CEO, Consulting, Sales
Christian Fröwis – Berater bei INNONAV